Nolte Küchenschrank Tiefe

So. Big Antwort.

Nolte Typenliste-alles auf einen Blick | küchenEXPERTE Hannover
Nolte Typenliste-alles auf einen Blick | küchenEXPERTE Hannover

„Hmm, und die (ontologische?) Höhe korreliert bspw. mit der Ausdehnung?“
Aber negativ, umgekehrt proportional.

Wobei man sich grundsätzlich fragen muss, ob physikalisch-naturwissenschaftliche Eigenschaften wie Ausdehnung etwas in der Metaphysik zu suchen haben. Insofern habe ich da jetzt ein bisschen schlechtes Gewissen. Wenn man mal bei den drei Facetten Körper-Geist-Seele (oder Biologie in der Zeit, allgegenwärtige Wechselwirkung, Eternal Qualia Being) bleibt, so ist Körper ausgedehnt, aber Geist und Seele nicht, weil – in diesem Sinn – nicht zutreffend. Metermaß funktioniert hier nicht.

„Ausdehnung“ aus Perspektive des Geistes ist allerdings seinsdurchziehend auf allen Ebenen „in Gott“. (Es ist nichts außerhalb des Geistes, außer dem Einen selbst, wobei dieses ja der Geist ist.) Allerdings gibt es verschiedene „Sender“ im Geistigen (beispielsweise den, der für Ralf Stegners Gesichts verantwortlich ist). Jede einzelne Seele ist geistig aktiv, der Felsen nicht, weil keine seele. Die Seele wiederum ist auch nicht ausgedehnt, aber unterscheidbar. Sie ist der Funke des Einen, der ein bestimmtes Lebewesen in sich formt und ihm auch Geist einhaucht. Dass der Mystiker seinen Körper und sogar die geistige Welt transzendieren kann, heißt nicht, dass Nachbarmeditierers Seele mit der seinen identisch sei, weil er ein anderer Mensch ist. Es ist jede Seele Gott, aber jede Seele auch ein anderes (inkarniertes) Wesen.

In seinem Buch „Gespräche mit Gott“ notiert Neal Walsch, dass Gott ihn schreiben lässt: „Es gibt Euch, damit ich mich selbst erleben kann.“ Das trifft es exakt und enthält ebenfalls ontologische Höhe und Ausdehnung.

„Seelisch sind die Menschen höher (damit: “bedeutungsvoller”), die in der Flut ertrinken, die das Erdbeben auslöst.“

Ah okay, das ist mal originell, weil das gewöhnlich eher als Strafe interpretiert wird. Ist die Frage, wie die Betroffenen das empfinden.

Finde ich nicht. Und würdest Du das Riesenseebeben vor Banda Aceh 2004 ernsthaft als „Strafe Gottes“ interpretieren? Vermutlich ebensowenig. Weder sitzt Gott zu Gericht, noch verhängt er Urteile… (Anthropomorphismen) Und, by the way: Würde eigentlich irgendein Westler von einer Strafe Taos oder Strafe Brahmans sprechen? Gewiss nicht. Entweder reinigt man also den europäischen Begriff Gott von den altnahöstlichen Reflexen oder man ersetzt ihn. Das zweite ist realistischer, weil 1800 Jahre her sind seit den verzweifelten Versuchen der heidnischen Kaiser im späten römischen Reich, das Christentum zu besiegen und “dank” der langen Zeit reagieren selbst intelligente Europäer, Du bist ein gutes Beispiel, auf „Gott“ anders reagieren als auf „Tao“ oder “Brahman”. Ich meine nicht die kulturkomparativen Unterschiede in den Attributen des höchsten Wesen, sondern schlicht das vom Klang oder der Buchsabenfolge ausgelöste und getriggerte Frame. Das ist einfach ein Geschichtseffekt. Weswegen es mir sinnvoll erscheint, öfter mal die „Höchstbegriffe“ zu wirbeln. Brahman, Tao, Hen Kai Pan, Apeiron… Um ein Gespür dafür zu schaffen. Das Signifié dieser Signifiants, das gemeinsam von diesen Begriffen Bezeichnete, ist aber eins und ein und dasselbe. Allenfalls unterscheiden sich die attribuierten Gottesvorstellungen. Hier gilt es dann die Akzeptablen von den Sinnlosen zu unterscheiden und die Vorzüge der Akzeptablen eklektisch (was auch Wilbers Stil ist) zu verbinden, statt sich die Dummkopffrage zu stellen, welche einzelne nun wahr sei.

Und wie die Betroffenen des Seebebens das empfinden? Davon hängt nicht ab, was dieses ist! Meine Rede gegen den Naturalismus ging ja nicht soweit, dass ich annähme, Kontinentalplatten könnten geistig bewegt werden. Und selbst wenn ich das einmal pro argumento annähme, käme ich trotzdem im Traum nicht auf die Idee, das „Strafe Gottes“ zu nennen, sondern eher „Selbst schuld, Kinder Gottes. Ihr habt Euren Geist falsch benutzt und die Kontinentalplatten nicht gestoppt.“ Das ist aber auch Unsinn, weil Kontinentalplatten eben (realistischerweise) nicht wegzumeditieren sind.

Nein, ein Erdbeben ist keine „Strafe“. Es ist ein Erdbeben. Man denke doch bitte in rein physikalischen Belangen physikalisch, in geistigen geistig und in seelischen – selig. 🙂

Zum Gottesframe ist zu sagen, dass das der altnahöstliche Einfluß das höchste Wesen zu einer dualistischen externen Person reduziert hat, die mit den projizierten Eigenschaften schlechter Menschen von außen (^^) auf die Welt einwirkt. Gerade das Christentum hat den Menschen den Geist ausgeredet (in Chalcedon glaub ich) – an den es beim Erdbeben dann komischerweise doch glaubt (Strafe für Fehlverhalten, “Ihr hättet es doch wissen müssen.”) Und in Form des Marxismus, dessen Urgroßmutter die thomistische Theologie ist, nimmt das Christentum den Menschen dann auch noch die Seele.

Insofern ist es durchaus ein bisschen schade, dass nicht solche Figuren wie der Kaiser Gallienus, Freund und Förderer Plotins, bleibend europäische Geschichte machten, sondern ein Konstantin. Natürlich ist die innige Ergriffenheit echtchristlicher Demut, die ich durchaus (und sehr punktuell) kenne, etwas wunderbares und es fliegt dann tatsächlich alle Philosophie weg. Aber es fehlt jede Struktur darin und vor allem ist noch nicht gesagt, dass man deswegen altnahöstliche Historie und Bibelgeschichten als relevant oder gar heilig ansehen muss. Der Protestantismus ist später den halben Weg gegangen, als er wenigstens das alte Testament eliminierte. Aber das reicht nicht. Es geht nur an der Wurzel, was aber entweder zu lasch betrieben wurde oder nicht subtil genug. Jedenfalls würde bei einem Sieg der Philosophie über die Bibel in der Spätantike der Gottesbegriff weniger Unsinn anhaften.

„Physisch sind Erdplatten höher. Sie sind (ontologisch und auch historisch) früher als der Mensch, ursprünglicher. …Geistig sind die Menschen höher, … Das meine ich mit Höhe oder Stufe.“

Wilber auch (in „Eros Kosmos Logos“).

Ja, er ist ein Guter und ein großer Kombinator – aber er ist „zu nett“. Was auf Gebser auch schon zutraf. Genau das war das Problem in der Spätantike. Klar kann man sagen: Es kann doch jeder integral erkennen, dass… Man kann aber auch sagen: Wer als allgemeingültig geronnenen Unsinn durchschaut und ihn nicht angeht, tut den anderen Seelen, die weniger intelligent inkarniert sind, dafür vielleicht handwerklich besser oder was immer: kurz, die den Unsinn nicht durchschauen, und sich am Ende „vor Gott fürchten“ und Ähnliches, keinen Gefallen. Wenn man den neuplatonischen Philosophen einen gewissen, freilich „seelenorientierten Egoismus“ vorwerfen kann, kommen die integralen Hipster um diesen Vorwurf auch nicht drumrum. A theory of everything. Fein. Aber wo ist denn bei Wilber die nietzscheanische Ansage? Es ist kein Zufall, dass die Integrale Theorie im Einzugsbereich des Christentums entstanden ist.

Man kann nicht mehr unterscheiden zwischen peaceful gegenüber dem Heiligen und peaceful gegenüber dem Unheil und das zweite ist aus taoistischer Sicht eine Harmonieblockade. Nicht zufällig ist verachtet China Islam und Christentum. Es hätte sich mal in Tibet zurückgehalten, aber das altnahöstliche Jäten ist vorbildlich.

Die meisten Geister sind nolens volens aktiv.“

Die Aktivität ist ja nicht das Problem. Man kann sie schwer vermeiden. Wie sie motiviert ist, ist entscheidend. Harmonie heißt hier, dass das Ego keinen prinzipiellen Vorrang hat.

Richtig. Und deswegen müssen Gottesbilder weg, an die sich das Ego krallen kann. Und gegen diese anzugehen ist ein frommes Werk. Die Seele versteht nämlich überhaupt nicht, was Angst ist. Meine Patentante (siehe ganz oben zu meiner kulturellen Prägung) ist musterkatholisch, dauernd in Medjegorje – aber sie hat nicht begriffen, dass ihr Ego „religiös“ ist. Komischerweise hat „sie“ Angst vor dem Sterben. Klar!

„So macht ein Taoist moderne Politik. Er käme im Traum nicht auf die Idee, mit Zwang, schrillen Verboten, Bevormundung zu operieren: Er bewirkt es.“

Das ist für Europäer wirklich schwer, dieses Wirken, ohne zu handeln zu verstehen (wobei ich nicht weiß, inwieweit das ein Übersetzungsproblem ist).

Wie schwer es zu übersetzen ist, sieht man ja schon daran, dass sich die Übertragungen des Tao-te-king (oder Dau-dö-djing…) enorm voneinander unterscheiden. So scheint es kaum vermeidbar, dass sich der Übersetzer ein Stück weit selbst hineinliest, einfach weil er Entscheidungen treffen muss. Er übersetzt ja kein Rechtsdokument aus dem Französischen.

Nicht zufällig gilt gleich die erste Tao-Übersetzung des Victor von Strauß aus dem Jahr 1870 als die Beste. Das war noch große deutsche Universitätskultur, kein trivialdurchsetztes posteverything, keine politische Universität und all das, was entstand, weil man den 68 nicht aufräumte. Aber das ist ein anderes Thema.

Warum die Deutschen das „entstehen lassen“ so wenig verstehen, liegt auch an ihrer Mentalität, an den kulturellen, historischen Prägungen. Anderer Menschenschlag. Wir unterscheiden uns schon von unseren vielen Nachbarn, und natürlich noch viel mehr von den Ostasiaten. Selbst das „laisser-faire“ hatte ursprünglich, bevor eine liberale Wirtschaftsideologie den Begriff okkupierte, einen durchaus ähnlichen Klang. Europa ist nicht harmoniefreie Zone, den es ist ja alles „in“ der Harmonie und Teil ihrer Skala. Es ist allerdings durch seine Kultur- und Geistesgeschichte ‚minderharmonisch‘.

Klar, es gibt immer Prototypen (Strauß könnte man auch nennen: Rechts von der CSU …), aber die Frage ist tatsächlich inwieweit man das überall durchziehen kann. Integration des IS?

Ich meinte die rein taktische Ebene innerhalb einer Republik. Der IS gehört nicht zu Österreich, auch die naiven Linken dort das gewiss anders sehen, schließlich sind das ja alles Menschen beim IS, Österreich für alle Menschen da und nur den Terror mögen sie bitte lassen…

Wobei, wenn man die Naivität rauslässt und einfach mal rückwärts denkt – kommt der politische Islam ja schon irgendwo her und ist insofern auch zu heilen (nicht hinsichtlich seines dumpfen Gottesbildes, sondern hinsichtlich des Terrors): Er ist motivationell um 1920 entstanden. Im Nahen Osten. Die europäischen Mächte hatten im ersten Weltkrieg ganze Arbeit geleistet, die Engländer – Lawrence von Arabien – haben den arabischen Nationalismus gefördert, um das mit uns verbündete osmanische Reich von Süden her zu zerlegen und der türkische Sultan die Muslime zum Heiligen Krieg an der Seite der Deutschen aufgerufen. Das war, beides, „Mißbrauch“. Das osmanische Reich ist zusammengekracht und Engländer und Franzosen, die beiden Kolonialmächte der übriggebliebenen Entente, haben den Nahen Osten unter sich aufteilt. Syrien den Franzosen, den Irak den Engländern (…) und dazwischen munter Grenzen gezogen, quer durch Stammes- und Kulturgebiete. Von nationaler Selbstbestimmung war hier dann auch wenig zu spüren, und die Menschen waren unfreier und „fernregierter“ als unter den Osmanen. Außerdem trieben die Europäer die „Modernisierung“ voran…

In diese Stimmung hinein ist die Muslimbruderschaft entstanden. Dass deren Ziele später terroristisch verfolgt wurden und heute Terroristen der Meinung sind, sie täten ein frohes Werk, wenn sie in Manchester… sprich: ohne die Urmotivation noch zu brauchen oder auch nur zu kennen, ändert nichts am self-made-problem. Dass der Islam sich mit Feuer und Schwert verbreitet (siehe im Moment vor allem Nigeria) und insofern selbstverständlich „blutige Grenzen“ hat, ändert nichts daran, dass erst Europäer zum Anfang und dann die Amerikaner zum Ende des 20. Jahrhunderts ins keineswegs blutige muslimische Kernland hineingestochen haben wie in einen Bienenstock.

Das könnte man durch Nichteinmischung und Massenrepatriierung natürlich dämpfen. Ein UK, dass – vor diesem Hintergrund – eines Amerikas Unterling ist, das die Verwüstungstätigkeit munter fortsetzt, im Jemen ganz klar Kriegspartei ist an der Seite der Saudis, und einen Libyer, dessen Land ebenfalls der Westen vor ein paar Jahren zerstört hat, sich in einer seiner großen Städte frei bewegen lässt, ist ein bisschen naiv vielleicht, oder? Die Kombination aus berechnender Gemeinheit und unterschiedsnivellierender Naivität macht halt irgendwann bumm. Total unheilbar ist es nicht. Man könnte ja zumindest mal in die richtige Richtung loslegen. Auch den IS hat man geschaffen, als man den sunnitischen Arabern im Sinnlosstaat Irak, den man selbst errichtet hat, in Form von Saddams Regierung den Kopf abschlug. Der Programmpunkt des IS, Syrien und den Irak wieder als eines zu behandeln ist für sich genommen so falsch übrigens nicht. Aber nahöstliche Verwüstungstätigkeit westlicher Mächte und Muslime sich in europäischen Städten frei bewegen lassen, ja sie mit Sozialhilfemagneten noch anziehen, das ist natürlich verheerend. Und gefährlich unharmonisch. Kulturen sind nicht ineinander integrierbar. Sie mögen verschmelzen, aber das ist nicht Gegenstand politischer Absichtserklärungen.

Peter Boghossian ist sogar einer der‘s drauf hat.

Ja, nett. Hab hier vor vier Jahren auch mal so was gemacht und einen (politischen) Posteverythingtext „komponiert“. Schade, dass der mit der Löschung weg war. Der einzige der es durchschaut hat war wwalkie.

Man muss so etwas wie Boghossians Textdurchkommen als Symbol begreifen.

Es ist erstaunlich, wie leicht es war, den westlichen „Geistesbetrieb“ generalstabsmäßig mit diesem Schrott vollzupumpen. Sogar – und nicht zufällig – die christlichen Kirchen. Siehe das Veranstaltungsprogramm des Kirchentags. Man kann es sich auch netter formulieren als „Genderhomo…“ Aber DAS sind die tatsächlich wesentlich kirchliche Themen wo es doch um es die Seele gehen müsste. Es ist eine Tatsache, dass gerade der deutsche Protestantismus eine dumpfgrüne Vorfeldorganisation geworden ist. Es ist eine Tatsache, dass auf einmal in der CDU marxistische Geschichtsbilder auftauchen (die Wehrmacht nicht als mißbrauchte Armee, sondern als genuine Naziorganisation) Die Bundesrepublik als Nachkriegsstaat der Rechten wurde nach 1998 tatsächlich ein Stück weit umgepolt und durch die FDJ-sozialisierte Merkel, dem Jackpot der unfähigen Linken, nicht zurückgepolt. Es ist noch nicht ausgemacht, ob das so bleibt, und ich sehe kein Problem darin, Unsinn Unsinn zu nennen, wenn mir an der Rückpolung gelegen ist. Das heißt nicht, dass die Rechte genuin richtig läge. Aber sie ist in ihren nichtmonströsen Spielarten normaler und zumindest weniger harmoniefern. Weniger zersetzend. usw.

READ  Badezimmer Deko Wand

Bayern. Die Staatsregierung in München wirkt in der umgepolten Linksrepublik mit ihrer Boghossianwissenschaft und all dem wie ein Fremdkörper. Dabei ist sie das gerade nicht.

Eine Republik in Deutschland betreiben heißt indes leider geistiger Bürgerkrieg, weil argumentieren öffentlich nicht funktioniert.

Insofern tut man sich durchaus einen Gefallen, wenn man die Dinge in Bezug zueinander setzt. Das was Boghossian – nicht zufällig ein persischer Name – karikiert; das was im Verteidigungsministerium gerade abgeht; das was auf dem Kirchentag passiert, etc.etc.etc. es hängt zusammen, es entstammt ein- und derselben Quelle und man muss alle Köpfe der Medusa im Blick haben, selbst wenn einen einer besonders stört, denn sie stützen sich wechselseitig.

„Er ist ein Idiot und schreibt schlimmen Unsinn, aber Format hat er irgendwie.“

Das wird ihn freuen. 🙂

Das weiß ich nicht. Dawkins gehört der Hydra ebenfalls an, mißbraucht die Biologie, um auf Geist und Seele zu schießen. DAS ist ein wesentlicher Grund für meine Aversion.

“Das absolute Nichts”

Mir ist immer noch nicht klar, wie Eckhart drauf gekommen ist.

Vermutlich hat er sich mit der negativen Theologie beschäftigt und übersehen, dass man Gott eine Eigenschaft nicht absprechen darf, nämlich zu existieren. Dass etwas aus der edlen Feder Magister Eckharts von Hochheim OP stammt, ist noch keine Garantie dafür, unendliche Weisheit zu sein. Somit hat er auf seinem so hohem Niveau hier einen Bug, eher ein Buglein eingebaut, dass man ihm das durchaus verzeihen kann. Weg vom dualistischen Angstgott ist er hier ein Stück übers Ziel hinausgeschossen.

Was er noch so rausgehauen hat … „das Ich und Gott eins sind“

Selbstverständlich. Selbst Dein cartesisches „Sum“ ist ja kontrahiertes All-Bewußtsein.

dass ihm Gott als Schöpfer nicht genüge

Weil jede Seele geistig auf die Welt einwirkt. Es ist nixht der Quell für Stegners Gesicht verantwortlich.

die Abwertung der Frömmigkeit

Oder des frommen Getues der Liturgie. Sein „einfacher Mensch“ ist ja fromm, ohne dass man es merkt.

Aber hat Eckhart das in der Kontemplation erkannt?

Interessanter finde ich die Frage, ob er es gedacht oder “geschaut” hat und ich denke nicht, dass er das „geschaut“ hat. Er hat es auch und vor allem begriffen. Im Übrigen ist sein Denken nicht sonderlich originär, was ich in voller Wertschätzung dieses Denkens schreibe. Er denkt sehr wesentlich neuplatonisch, was dem europäischen Mittelalter durch Boethius, den Pseudo-Dionysius usw. überliefert wurde, gehört also innerlich der Akademie an, auch wenn er ein Kreuz um den Hals trägt. Seine Leistung besteht darin, wenn man die Ordensarbeit und die Tätigkeit als „Professor“ einmal ausblendet, die spätantike Philosophie zum Inhalt christlicher Predigt gemacht zu haben (das einzige, was um 1300 überhaupt noch Sinn macht, da das „Abendland“ nunmal hereingebrochen ist.), und er tut das auf sehr hohem und zugleich eingänglichem Niveau und auch auf deutsch, der Sprache des Volkes. Es ist eine Katastrophe, dass nicht diese seine Philosophie die Lehre der Kirche wurde, wenn schon Christentum in Europa. Thomas von Aquin hätte vor ein Ketzergericht gehört, nicht Eckhart.

Sie [Kontemplation] war, gerade in seinem Umfeld damals schwer in Mode, gerade in den abgeschiedenen Klausuren, die wohl auch zu Eckharts Leben gehörten,

Ja, allerdings war Eckhart kein Mönch in abgeschlossener Zelle,sondern als Dominikaner (auch ein Orden, aber eben keines Mönchsorden) ein der Armut und der Wissenschaft verpflichteter Ordenspriester – und ziemlich viel unterwegs. Die Ordensprovinz Saxonia managen, der Convent in Straßburg, Vorlesungen an der Universität in Paris halten (und dorthin zu Fuß aus Straßburg bei „Semesterbeginn“). Besonders beschaulich stelle ich mir den Eckhartschen Alltag ehrlich gesagt nicht vor.

andererseits sagt er selbst an einer Stelle, dass das eher ein Denkergebnis denn Komtemplationsergebnis ist

Ja. Ich sehe darin kein Problem. Der wahrscheinlich gebildetste Theologe seiner Zeit, der sein Wissen für die einfachen Menschen greifbar macht und Philosophie in die Kirchenstrukturen einspeist, braucht kein spirituelles Genie zu sein. Er gehörte dem ordo praedicatorum an, zielt ganz klar auf Breitenwirkung und ist insofern ein ganz anderer Typus als ein Guru im Ashram.

Nolte Typenliste-alles auf einen Blick | küchenEXPERTE Hannover
Nolte Typenliste-alles auf einen Blick | küchenEXPERTE Hannover

Natürlich muss die Seele den Verstand zuletzt transzendieren, aber vorher das ein oder zu theoretisch begreifen, das ist positiv zu sehen und ja der Sinn der Metaphysik, wenn sie irgendeinen haben soll. Sogar wenn ein Mensch gar nicht weiter geht, ist es positiv.

Auch Eckharts Leitlinie „Die Menschen sollen nicht fragen, was sie tun sollen, sondern verstehen, was sie sind“ (nämlich binnen-gottangehörig) ist großartig, weil er mit dem „wir hier und Gott da“ radikal aufräumt.

Jakob Böhme ist das deutsche Gegenbeispiel. Im Gegensatz zum adligen und hochgebildeten Eckhart ein einfacher Mann und von seiner Schau so geplättet, dass er irgendwie versucht, darüber zu schreiben und das dann gegen Widerstände auch tut, schließlich hat er ja in der Volksschule ein bisschen schreiben gelernt. Das ist trotzdem großartig und es ist tatsächlich viel mehr „erste Person“ darin. Aber es ist weniger in der dritten, urwüchsig und heute, obwohl 300 Jahre nach Eckhart entstanden, fast unlesbar. Eckhart ist zeitlos.

Klar, ideal wäre es, einen Eckhart hervorzubringen, der dann noch ein spirituelles Genie ist.

Ich habe der Religionskritik in einer Weise immer zugestimmt, nämlich, in der Behauptung, dass Moral oder mitmenschliches Verhalten nicht von Religion abhängt, sondern diese auch ersetzt werden könnte. Nur muss man das dann eben auch adäquat tun. Wo das ausbleibt, entsteht eine Leerstelle und bei uns kommen mehrere Phänomene zusammen: Die Untergrabung der elterlichen, besonders der väterlichen Autorität durch die Ideen der 68er (die ich im Kern großartig, nur überzogen finde), zudem der Abbau der Religionen sind die Hauptpunkte für den Einfall des Narzissmus und der Beliebigkeit, die dann durch Internet, Neoliberalismus, und Szientismus verstärkt wurden.

!

(Wobei Du Dir den Kampfbegriff Neoliberalismus hier auch zu eigen machst. Nicht als Kritik gemeint. Denn natürlich wirkt Propaganda.)

+ ZWEITER TEIL +

rational ist die Philosophie durch und durch, lebt sie doch allein vom Argument und vom Prinzip.

Das sehe ich anders. Das Diskutieren über Philosophie lebt vom sauberen argumentieren. Aber das Diskutieren über Philosophie ist nicht Philosophie. Der Sinn und Zweck der Philosophie ist amS auf der individuellen Ebene „Eins-Werdung“, Henosis (ggfs. Googeln, das ist alles worauf die späten Platoniker abzielten) und „gesellschaftlich“ Harmonie. Während es zu ersterer zumindest noch eine Praxis, oder Praktiken gibt und gab, über die zu reden lohnt, zumal ihr, jedenfalls in Griechenland, eine Ontologie zugrunde lag, gibt es in Sachen Harmonie (auch diese ist „Eins-Sein“) dergleichen nicht. Wu wei ist eher eine Kunst. Wenn der Austausch von Argumenten hier im Spiel ist, dann allenfalls als Mittel zum Zweck, weil es der Harmonie dienen mag (in einer konkreten Situation). Beide Male ist das Argumentieren aber etwas zutiefst Sekundäres. Nicht einmal in einer Gerichtsverhandlung würde ich das Argumentieren als primären Zweck des Geschehens ansehen.

Dogmen sind die Sache der Philosophie gerade nicht

Wenn man ein Dogma für so etwas eine unbegründete Behauptung hält, dann ist das sicher richtig. Das ist es aber ursprünglich gerade nicht. Ein (wirkliches) Dogma ist etwas als schlechthin richtig Erkanntes, über das man nicht mehr zu diskutiert, weil nicht mehren braucht. Dogmen ablehnen heißt Wahrheit ablehnen. Jeder Lehrsatz von Spinoza ist ein Dogma und “Lehrsatz” ist wohl auch die beste Übersetzung. Ein schönes Beispiel für ein Dogma wäre: Es gibt genau eine höchste Wesenheit (und nicht zwei, siebzehneinhalb oder null).

Der Negativklang „dogmatisch“ kam nur da hinein, weil die Kirche Dinge wie die unbefleckte Empfängnis zum Dogma erhob und sich (und das Lehrsatzkonzept) damit lächerlich machte. Der Missbrauch des Dogmas durch die christliche Dogmatik veränderte des Dogmas Image… Doch wenn Dir das Lehrsatzprinzip, den Aufbau „stufenweise“ durch Argumentation und Beweise (was eigentlich sonst, wenn es keine Befindlichkeitsäußerungen sein sollen?) als auch nur ansatzweise akzeptabel erscheint, hast Du schon – im guten Sinne wohlbemerkt – dogmatisch gedacht…

Allerdings hast Du auch wieder Recht, dass Dogmen keine Philosophie sind, weil sekundär. Siehe meine vorherige Antwort. Der Sinn von Philosophie besteht tatsächlich nicht im Aufstellen oder der Diskussion von Lehrsätzen, so wenig wie die Verkehrsregeln der Sinn des Autofahrens sind. Auch Dogmen sind, selbst wenn sie glücken (Spinoza ist näher dran als die christlichen) nur Mittel zum Zweck. Man ist Philosophisch wirklich auf den Hund gekommen, dass man den Sinn-Nihilismus nicht einmal mehr bemerkt. Man mag darüber diskutieren, ob Henosis und Harmonie oder sonst etwas der Zweck von Philosophie ist und das „sauber“ tun – aber reinen Argumenteaustausch für Philosophie zu halten (diese also sinn-los betreiben zu wollen) ist absurd. Weil die Richtung fehlt. Eine gesunde analytische Philosophie würde gewissermaßen die Grammatik für die sekundäre Ebene der Erörterungen bereitstellen und sich ihres tertiären Stellenwerts dabei voll bewußt sein.

auch keine Hinweise zur Lebensführung

Eine Ethik im ursprünglichen Sinn war doch genau das… Seneca und Lucilius…

Die präskriptive Figuration: Diskutiere nicht zulange über Philosophie! 😉

„Man kann das Unendliche, sprich: den strömenden Urgrund (“Grund” nicht kausal, sondern so wie bei Eckhart) um den die Philosophie kreist und um den sie niemals umhin kommt, wenn sie nicht trivial sein will, gerade nicht verquantifizieren und begrifflich “abgrenzen”.“

Aber darum kreist die Philosophie ja nicht

Aber natürlich! Schau Dir doch die abendländische Geistesgeschichte einmal an. Du kannst Sie ohne Gottesgedanken nicht erzählen. Dass die Tertiärdenke im eben erläuterten Sinn da nicht ansatzweise hinreicht, adelt sie nicht zum Primären.

Genauso wenig, wie die Philosophie mit dem Urknall beginnt oder um diesen kreist oder eine Nacherzählung desselben wäre.

Wobei man der (philosophisch bestenfalls sekundären und intellektuell indiskutablen) Astrodenke immer noch lassen muss, dass sie ein ontologisches Vorher und Nachher hinbekommt. (Womit sich Cartesianer schwertun. 😉

Die Quelle der Philosophie ist die Fähigkeit zur Reflexion, bis zu einem eventuellen ersten oder letzten Punkt des Denkens, der unhintergehbar wäre.

Genau so entsteht, auf der sekundären Ebene wohlbemerkt – das Dogma von Gott. Der unhintergehbare Punkt. Das für alles andere schlechthin Notwendige. Oder, weil Semantik und Frames (Gott vs Tao) ja durchaus einige Wirkung habe: Der Lehrsatz vom unendlichen Einen. Alpha und Omega. Der erste und letzte Punkt es Denkens. Ganz genau. Quelle der Philosophie würde ich das vielleicht nicht gleich nennen. Aber immerhin doch Annäherung an den Sinn auf der theoretischen, sprich: sekundären Ebene.

Aus der Tatsache, dass man mit dem Kausalitätsprinzip an der Stelle Urknall willkürlich halt macht (mit hahnebüchenen Argumenten, wie dem, dass Zeit erst mit dem Urknall (Ereignishorizont) entsteht und die Frage nach dem Davor daher sinnlos sein), wohin man zwar bei Zahnschmerzen nicht zurück gehen muss, bei der Frage nach den ersten Dingen oder einer Quelle aber natürlich sehr wohl, folgt ja nicht zwingend ein Schöpfergott und auch nicht ein Tao oder die Polarität.

Nein, das Scheitern dieses Denkens am Urknall ist streng genommen kein Gottesbeweis. Allerdings müsste es für Weltvermesser und Bottom-Ups zumindest ein Gottesindiz sein.

Was zwingend folgt ist entweder a) irgendein Davor, was es geben muss, oder b) die Rücknahme des Kausalitätsprinzips (dann natürlich auch für alle anderen Lebensbereiche).

Innerhalb des Bottom-Up sicher richtig. Nur – Deine Reflexe und Intuitionen in Ehren – funktioniert Bottom-Up eben nicht. Man kann bei der urphilosophischen Frage des „Warum existiert das alles?“ doch nicht bei dem Wörtchen ‚alles‘ beginnen (oder gar mit einer Teilmenge, also Einzeldingen) sondern muss über das ‚Warum‘ nachdenken. Du hast ja Recht damit, dass das Eine nicht aus seinen Emanationen (hochmetaphysisch: aus dem Vielen) folgt.

Aber die Emanationen folgen aus dem Einen.

Da das Kausalitätsprinzip aufzugeben zwar versucht wurde, eben zugunsten eines Regularismus, dies aber in meiner Erinnerung nicht überzeugend gelungen ist, weil sich einfach immer wieder Strukturen durchdrückten, die doch verteufelt wie Kausalität aussahen, bleibt eigentlich übrig, dass es eine Urquelle gegeben haben muss.

Nichts gegen diese Schlußfolgerung. Einverstanden. Nur dass Kausalität spätestens im Geistigen den Naturalismus und auch seine Intuitionen völlig verlässt, das Sein im Grunde ungeteilt ist, Kausalfaktoren als eins sind – daher das Bild des Strömens – und die „Ur-Sache“, also der “ Urgrund“ – eben keine causa ist, wiewohl man das so denken mag. Quell trifft es deutlich besser. Freilich strömt der Quell nach innen. In sich drin. Nicht von sich weg. Und schon gar nicht Aquarium. Siehe oben.

Der Gegenpol, dass es immer schon Materie gegeben hat, wirft einfach zu viele neue Fragen auf.

READ  Badezimmer Fliesen Ideen Anthrazit

Richtig. Und Fragen aufwerfen ist ein Indiz dafür, falsch zu liegen. Ontologische Einfachheit. Holmgards Messer als Zusatzbesteck neben Occam.

Ich sehe das auch als erhebliche Schwachstelle, bei der man philosophisch ein Auge kräftig zudrücken müsste, aber das Geschäft der Philosophie ist es, genau das nicht zu tun.

Das stimmt und das ehrt Dich.

Philosophie ist für mich einfach ein Werkzeug, ist Denken, bis ans Äußerste getrieben.

Das was ich oben sekundär nenne (und was wir hier ansatzweise treiben) ist damit beschrieben.
Analytische Philosophie als Grammatik des Denkens. Doch das Ergebnis des Denkens heißt Sinn.

Sinn für mich: „Eins-Sein“ als Übereinstimmung mit Gott, dem Quell, der durch seine Grenzenlosigkeit zugleich Prinzip ist. In der 1. Person: Mystik, In der 2. Person: Liebe, In der 3. Person: Harmonie.

Das ist nicht ‚geschaut‘ (gibt es das als Quale?) sondern Ergebnis von Denken. Und weil keines der drei Elemente irgendwie operationalisierbar wäre, ist Philosophie auf dieser höchsten Ebene der Praxis eine „Kunst“, also ein Können. Ein Hinbekommen. Man mag Argumente austauschen, wie man es jeweils hinbekommt und dazu, was eigentlich hinzubekommen ist. Aber diese Fragen beziehen sich auf Philosophie, sie sind noch keine. Zudem ist Philo-Sophia selbst prozesshaft, strebt Sophia an. Mystisch heißt die Weisheit Erkenntnis, in der Liebe Glück, in der „Harmonie in allen Dingen“ Wohlbefinden, oder, wem das zu epikuräisch klingt: Stimmigkeit.

Daraus lassen sich durchaus auch lebenskluge Konzepte ableiten, aber ich sehe keine Notwendigkeit da selbst ideologisch zu werden.

Hinsichtlich lebenskluger Konzepte nicht. Hinsichtlich eines sogar der Sinnfrage entkleideten Selbstzweckrationalismus aber so was von.

Erste Person kann auch Psychose sein und der Psychotiker ist nicht der, der darüber urteilen kann. Ich stimme uneingeschränkt zu, dass die Reduktion auf die 3. Person Perspektive großer Unsinn ist, aber auch die 1. Person Perspektive ist nicht verabsolutierbar, am besten gefällt mir seit langem eh die intersubjektive 2. Person Perspektive. Die vereint nämlich beides, die Öffentlichkeit und das private Empfinden.

Guter Hinweis.

„Theoretische Philosophie, die sich absolut setzt, scheitert am Tao.“

Was heißt schon absolut setzen, das Gebiet der Philosophie ist das Denken.

Siehe die zuvorigen Antworten.

Und absolut setzen heißt: etwas höchsten ontologischen Vorrang geben. Den hat das Denken nicht!

Ganz wichtiger Punkt.

Es ist eine schöne Wendung und Beobachtung von Apel, dass ja letztlich so ziemlich jeder, auch der explizite Philosophiegegner argumentativ überzeugen will.

Auf Ebene 2, ja. Das ist dann trotzdem aus dem Horizont eines Debattierclubs. Gott sei Dank sich diese von den angelsächsischen Unis nicht verbreitet hierzulande. Es zählt dort eben nicht der Beitrag zur Sophia, sondern der argumentative (wenn nicht sogar: rhetorische) Sieg – und natürlich ganz egal worum es geht.

Das ist die „Philosophie“ von Winkeladvokaten an der Grenze zur Rabulistik, aus einer oberflächlichen und kompetitiven Kultur, und wird nicht zufällig zumeist von Jurastudenten betrieben. Wenn man es trotzdem retten will, nenne man es philosophisch sekundär. Dass Argumentationsgegner argumentieren, wird Ebene 2 aber freuen. 😉

Und sei es nur, dadurch, dass er sagt, dass er, seit er nicht mehr so viel denkt, auf Mutter Natur, seine innere Stimme oder das Schicksal hört, viel erfüllter lebt. Und die Botschaft hast Du ja auch, dass es am Tao kein Vorbeikommen gibt.

Ja, ich bin kein Nihilist und halte den Quell aufgrund seiner denknotwendigen Grenzenlosigkeit (Westen) auch für das Prinzip (Osten).

Nolte Typenliste-alles auf einen Blick | küchenEXPERTE Hannover
Nolte Typenliste-alles auf einen Blick | küchenEXPERTE Hannover

Dein Argument ist bislang, dass man alles in Richtung Tao auflösen kann, sprich, als Wechsel der Pole interpretieren, die ein harmonisches Ganzes ergeben.

Eigentlich ist es eher meine Position. Vielmehr ein Teil derselben.

Kann man machen, aber ist es zwingend?

Nein. Weil es das ist, was ich hier sekundär nenne. Auf dieser Ebene ist es allerdings schon das feinere Gebäck.

Ich kann mich dazu entscheiden, kann aber auch alles naturalistisch erklären

Nein, kannst Du nicht. Du kannst allenfalls so tun als ob. Weil ja ganze Weltdimension ausgeblendet werden im Naturalismus.

oder systemisch

da wäre ich gespannt, wie man beispielsweise Yogis Leistungen im Yogiinstitut (nehmen wir die Temperatursteigerung durch Gedankenkraft) systemisch erklärt.

oder mathematisch

Ein Quale ist beispielsweise keine Zahl. Oder, eins drüber: hat keinen quantifizierbarenWert. Geist wiederum ist intentional und semantisch auf eine Art und Weise, die gerade nicht die der Mathematik ist.

Mathematik ist auf dem Marktplatz beim Handel mit Vieh entstanden. Unsere Ziffer 4 war mal eine Kuh. Das ist philosophisch fünfte Ebene. Selbst die Neurowissenschaft ist höher weil sie wenigstens von etwas vom Geist handelt (genauer: von seinem biologischen Werkzeug namens Gehirn, auch wenn sie das nicht versteht). Mit reiner Mathematik bekommt man keine Weltbeschreibung hin. Erst recht keine Welterklärung (die ja keine Weltberechnung ist). Und echte Philosophie schon gar nicht.

Leerstellen, Lücken gibt es überall.

Und Unschärfen….

Unterhalb der Ebene der Protonen und Elektronen ist die Polarität eher nicht so überzeugend

Aber Schrödingers Katze, diese hübsche Quantenmetapher ist es. Tot oder nicht tot. Aber nichts drittes. Da ist “die Zwei”.

(Und nein, nur vorsichtshalber, das ist kein Dualismus, weil keine Substanz-2, sondern Emanations-2.)

Beim zeitlichen Anfang versagt der Naturalismus

Und beim überzeitlichen Anfang.

desweiteren an der Komplexität der Welt.

Exakt. Und bei Geist und Seele.

Daraus folgt noch immer nicht, dass die Welt nicht bottom up aufgebaut sein könnte

Es haben aber nicht die Dinge den Quell hervorgebracht, sondern der Quell die Dinge.

Du brauchst überhaupt kein spezifisches Paradigma, um das zu verstehen.

Stell Dir doch einfach vor, dass der Quell unten ist, dort den Dingen zu Grunde liegt und die Vielheit oben ist und auch ihm aufbaut. Das ist dann auch bottom-up und funktioniert.

aber es folgt daraus, dass wir – und auch ein Supercomputer – das niemals erfassen können.

Durchaus möglich, dass Mystiker da weiter kommen

Natürlich.

weil ihr Ansatz kein Denkender ist.

Genau. Sie sind oberhalb des sekundären Stufe, also primär und zudem 1. Person (siehe oben: Mystik-Liebe-Harmonie).

Meditierende weisen das Denken ja ebenso explizit zurück, wie das Fühlen (Emotionen), alles wird nur beobachtet.

„Wahrgenommen“ (weniger dual) fände ich besser als Formulierung, aber ich weiß, was Du meinst. Ja.

Den Schicksalsgedanken möchten wir nicht denken, im Naturalismus ist er allerdings eingepreist, obendrein in der vielleicht trostlosesten Variante, eines harten Fatalismus. Ohne, dass das gesehen wird, aber logisch zwingend.

Auch damit liegst Du richtig. Wie soll denn einer „anderen Geistes werden“ und damit „seines Glückes Schmied“ !?), wenn sich gewissermaßen ein Mechanismus abspielt.

(Ein Bonmot, dass einem Naturalisten schon vollkommen unvorstellbar ist, denn wie soll das Glück denn auf den Amboß kommen?)

Da man das auch nicht so gerne hat, versucht man die Kausalität ein wenig weich zu klopfen und aus den Quanten usw. etwas Willkür/Zufall zu pressen, in der Hoffnung, daraus etwas Freiheit keltern zu können.

Wobei harte Naturalisten ja noch nicht einmal das tun, sondern dieses „Problem“ schlicht ignorieren. Die leben voll und ganz im 19. Jahrhundert.

PS: Schönes Deutsch! Zufall pressen, Freiheit keltern… So – unanalytisch im Klang. 🙂

Erstens, vergrößert der Zufall die Freiheit nicht

Wobei ja niemand gesagt hat, dass ein Quanteneffekt randomized sein muss. Es ist halt nur so, dass das Gemessene oder Beobachtete auf das Messende oder Beobachtende regiert und nicht vollkommen greifbar ist. Weil alles eins ist und nichts außerhalb der Dinge steht und es zwischen den Dingen auch keine Nichts-Lücken gibt, denn es gibt kein nichts. Man könnte das wie ein Mantra murmeln. Randomized sein würde auch dem „Gottes-Prinzip“ wiedersprechen. Dieses ist gerade nicht beliebig. Ich halte Quanten für Harmonievariablen, die sich, wenn überhaupt und auch das nur sinngemäß (!) – verstehen lassen. Von ihrer Bedeutung her. Sie technisch zu arretieren, dass das nicht geht, weiß der Westler so ungefähr seit 1927.

zweitens, setzt man dann auf ein kosmisches Lotteriespiel

Nein, man setzt nicht. Man vertraut sich an. Für mich ist Freiheit wie gesagt die Entscheidung dafür, sich ins überrationale „Gleiten“ zu begeben, das aber von Harmonie, vom abstrakten „Gottesprinzip“, auch von Liebe und Licht durchzogen ist. Denken, Lenken, Sichern wollen entfernt davon schafft Disharmonie, aber Loslassen nähert an.

Schreckliche Kinder haben kein Gottvertrauen.

„Die beiden Ebenen sind unvermittelbar. (Sonst gäbe es übrigens auch das “Problem” der Qualia nicht…)“

Unvermittelbar glaube ich nicht. Sie sind irreduzibel.

Einverstanden.

„Ja, das entspricht ihrem Wesen. Sie [die Seele] ist nämlich Gottesfunke, damit unendlich. Oder, wie man im zeitlichen so schön sagt: unsterblich.“

Je nach dem, wen man fragt.

Dann verbinde es!

Die Buddhisten sagen, dass auch die Seele keinen letzten Bestand hat [ – weil sie nicht der Quell allen Seins ist, aus dem alles aus und in den alles zurückströmt – ] die Hindus sagen, dies sei sehr wohl der Fall [weil sie ja trotzdem mit diesem identisch ist; Emanation heißt ja nicht Lostrennung, dann wäre ja Nichts zwischen zwei Stücken Seiendem und das gibt es nicht], die Jainisten auch, dann gibt es regionale Abarten, wie den tibetischen Buddhismus der wieder mehr Seele im Spiel hat, Zen wiederum nicht.

Es verdient jede dieser Traditionen erst genommen zu werden. Man kann aber nicht achselzuckend vor (vermeintlichen) Widersprüchen stehenbleiben. Genausowenig wie man die Traditionen gegeneinandersetzen sollte mit dem Ziel, zu falsifizieren.

Also muss man ganz einfach das Setting wählen, in dem diese Traditionen miteinander harmonieren.

Dann ist übrigens die Frage, ob nun die Buddhisten oder die Jainisten oder die … hier richtig liegen – weg! Und damit ist zugleich die Antwort gegeben.

Hast Du ein Beispiel dafür, was Du mit Aufheben meinst?

Nolte Typenliste-alles auf einen Blick | küchenEXPERTE Hannover
Nolte Typenliste-alles auf einen Blick | küchenEXPERTE Hannover

Ja. Gerade passiert. Die Frage, welche Religion richtig ist und welche falsch ist quatsch und wo man sie stellt, kann man aufheben. Sie ist das nur eine Selbstaussage, (noch) über kein Weltbild zuverfügen, in dem die genannten Religionen, obwohl alle “satisfaktionsfähig”, auch alle wahr sind.

Ein Prinzip ist, den Geist zu verwirren, ihm paradoxe Aufgaben zu geben, an denen die Denkkraft zerbricht.

Der Koan schießt gewissermaßen die sekundäre Ebene weg, um die primäre Ebene zu öffnen. In meinem Verständnis von Philosophie ist er hochphilosophisch, gerade weil er das Denken dahin führt, wohin es zuletzt gehört: ad absurdum.

Wenn Du Philosophie und Denken gleichsetzt, müsstest Du dem widersprechen.

Allerdings ist das auch oft Flucht, sich im Grundsätzlichen, Abstrakten, Politischen und dem Elend der Welt als solcher zu verheddern und abzuarbeiten, weil man private Probleme hat.

Nicht zufällig waren viele Denker von Format auf der sekundären Ebene (die „großen Philosophen“ mit ihren Büchern) charakterlich speziell und vielleicht nicht zufällig fast durchweg Singles. Hier wäre das Stichwort Kompensation mal spannend. Wobei ich das nicht im Sinne des platten Freudianischen Genitalmonomanismus meine, sondern eher im Sinne eines (seelischen!) „Liebesmangels“. Aber intellektuelle Begabung, schließlich Sieg des Denkens – und schließlich die Gefahr blutleerer Verkopfung (unabhängig vom Grad der Intelligenz übrigens) statt pulsierender Durchgeistigung. Kant vs. Goethe.

Für mich ist ein Mann wie Goethe (auch und gerade) ein großer Philosoph, gerade weil ihm die Harmonie in allen Lebenslagen durchaus geglückt ist. Dass er elegante Gedichte und Dramen geschrieben hat statt unlesbare Abhandlungen über die Logik der Vernunft ist symbolisch aufschlußreich – für den philosophischen Erfolg in Sachen Liebe und Harmonie jedenfalls.

Und: ‘Todsünden’ sind doch keine “Grundbausteine” der Psyche
Die Potenz zum „Bösen“ ist in uns.

Eher würde ich sagen: Sie kann einer Seele widerfahren. So dass es zu so etwas kommt wie einer charakterlichen „Entzündung“. Aber „das wahre Selbst“ kann nicht ‚böse‘ sein. Es geht auch hier um Harmoniegrade und im Zustand der Harmonie (hier: Gesundheit) passt die Kiste.

Sehe das ziemlich so wie Plotin. Im Untergeschoss der Ewigkeit auf Zeit vermindert Gutes – ohne an die Substanz und ihr Wesen auch nur zu tippen (siehe auch oben: Mephisto & Co.)

Man ist dem Glauben verhaftet, dass durch Vernunft der Mensch zur Einsicht gelangen müssen, dass Verbrechen und Gewalt und so weiter sich nicht lohnen, auf diese Karte setzen Kant, Marx und in Teilen sogar noch Freud.

!

Nichts in der Forschung weist darauf hin, dass wir tatsächlich rein rational sind

Klar. Szientistischer Optimist bist Du trotzdem irgendwie. Das kann man auch ohne Nichtforschungsergebnisse wissen.

Hier würde ich dann auch in der Chor der Genderstudie-Kritik einstimmen: (…)

Im Gegensatz zur kontemporären Rechten kannst Du es begründen. Aber es nur zu „riechen“ ist auch noch kein Irrtum.

Wobei mich etwas anderes interessiert: Glaubst Du wirklich, dass es so viele oder wenigstens genug Leute gibt, auf die Kernbergs Beschreibung zutrifft, um zu erklären, wie der Genderismus eine allgegenwärtige akademische Seuche werden konnte – ohne eine „Implementierungsverschwörung“ von außerhalb der Gender-Szenerie anzunehmen, die den Genderismus benutzt? Denn wenn ich sehe, wie generalstabsmäßig und der Westen vor ein paar Monaten mit dem „Fakenews“-Mem aufgeladen wurde – und ursächlich eben nicht von Journalisten, die allenfalls die Unteroffiziere abgeben und meisstns die Mannschaften, kann ich mir fast nicht vorstellen, dass das beim Genderismus erheblich anders war und transatlantische Stichwortstrukturen ganz außen vor gewesen sein sollen. Was nicht heißen, dass ich falsch finde, was Du und Kernberg schreiben. Es reicht mir nur als historischer (!) „Kausalnexus“ für die Genderwucht nicht aus.

READ  Deko Wohnzimmer Online Kaufen

Andererseits – wozu soll eine „Genderverschwörung“ gut sein? Den Feminismus dieser Lesart zu fördern, dass gute Frauen so sein müssen wie schlechte Männer, Ellbogen, Karriere, eins, zwei, drei, das macht als Unternehmensverband ja noch Sinn, weil die Mädels dann nicht auf die Idee kommen, ogottogott, Hausfrau und Mutter werden zu wollen, wenn das verpönt ist, sondern es für ihr Pflicht halten, das Bruttosozialprodukt zu steigern… (Auch hier sind Liberale und Marxisten übrigens ähnlich: In der DDR war die Frauenarbeit wesentlich normaler als in der Adenauer-BRD). Aber darauf will ich nicht hinaus, sondern auf die nicht therapeutische, sondern „düstere“ Frage: Wenn (falscher) Feminismus der Ökonomisierung nützt – warum dann auch noch Genderismus, der den Feminismus zu Ende gedacht durchaus untergräbt? Etwa um dem austauschbaren Funktionsmenschen jede Eigenschaft absprechen zu können, entlang derer er sich gegen die totale Ökonomisierung wehren könnte? Und wenn ja: Spricht das nicht für „Verschwörungselemente“?

(PS: Danke, dass Du die Genderproblematik so ausführlich erläuterst hast.)

Hier sind polare Kräfte zu beobachten, weil in einer Raubtiergesellschaft der Friedfertige irgendwann einen Vorteil hat, das Raubtier allerdings in einer Welt der Friedfertigen.

Das ist ein hervorragendes Beispiel für polare Wechselwirkung.

Daraus ergibt sich die Frage, ob es eine (zwar zynische und egozentrische, aber dennoch) optimale Strategie sein könnte, seine Umwelt zu animieren friedlich und gesetzestreu zu sein, während man selbst skrupellos ist. Ich glaube nein, aufgrund der eigenen Projektion, in der man stets gefangen ist.

Womit Du gewiss richtig liegst.

„Man braucht gemeinsame Überzeugungen, um miteinander reden zu können.“

Wieso?

Ich meine nicht identische Überzeugungen, sondern Schnittmengen, entlang derer man über die Unterschiede reden kann. So wie wir hier. Ohne unsere im Ergebnis geteilte, in der Motivation benachbarte, aber motivationell keineswegs identische „Dawkinsgeringschätzung“ wäre dieser Thread doch nie entstanden. Und ich meine mit miteinander reden nicht irgendwie in Kommunikation stehen, sondern sich hinreichend fundiert austauschen. Je geringer die geteilten Ansichten, desto schneller geht die Möglichkeit, sich überhaupt sinnvoll auszutauschen gegen Null. Ich wüßte bspw. nicht, wie ich mit Kacem hier über sein Thema, den Atheismus weltweit zu befördern, diskutieren sollte, nicht weil ich das für falsch halte, sondern weil er auf seinem gegenwärtigen Level außerstande wäre zu verstehen warum ich das anders sehe, so dass nichts gemeinsames da ist, um über den Punkt Atheismus – für ihn die Ablösung von Dumpfgott durch den Verstand, für mich die schlechthin durchgeknallte und urexistenz-inkompatible philosophische Position – überhaupt zu reden.

Wenn Du den Sciencesprech drauf hast, bist Du im Geschäft und kannst anfangen denen komische Fragen zu stellen

Vielleicht. Aber warum sollte ich mich nach unten verstellen? Und damit meine ich nicht, dass ich auf dem Markt Platt schwätze, was ich tue, sondern Pseudokopfmenschen da Gefühl zu geben, ich wäre einer von Ihnen – was nicht stimmt.

ansonsten musst Du davon ausgehen, dass der Schreiber auf der anderen Seite mit einem breiten Grinsen da sitzt, oder schlimmer, Dir versucht zu erklären, wie die Wissenschaft funktioniert, die gute, die einzig gute, die Naturwissenschaft. Die, wo keine Interpretationen brauchen tut, weil sie ja alles messen kann.

Lieber gehe ich in den Wald.

Beim großen Schweigen sitzt aber am Ende jeder in seiner Blase (mit der Schar seiner Glaubensbrüder und -schwestern) und ist das nicht der Situation ähnlich, die wir gerade vorfinden?

Doch.

Allgemeines Misstrauen, dass dem anderen a priori unterstellt zu lügen, dumm oder vollkommen verbohrt zu sein? Auch Du musst doch in Dir die Pole ausgleichen.

Das mag persönlich, entwicklungsmäßig so sein. Dennoch lebe ich nicht im luftleeren Raum und bekomme mit Nettsein das Problem nicht weg, dass unter den schrecklichen Kindern die Deutungen nicht mehr von Gott her erfolgen, sondern gewissermaßen von ihnen selbst – und das akzeptiere ich nicht, weil es falsch ist und ich es mit jeder Faser spüre. Man bekommt erklärte, versehentliche und gewohnheitsmäßige Atheisten im weitesten Sinn doch nicht „zurückdiskutiert“, den im grenzenlosen Verstandsoptimismus besteht ja ihr Urfrevel, also kann man diesen Frevel innerhalb des Frevels und mit den Mitteln des Frevels nicht aufheben. Es ist vollkommen verkehrt, in diesen (!) Fragen mit weltanschaulichen Nichtschnittmenglern zu diskutieren, als ginge es darum, ob im Ortsrat zur Debatte steht, ob die Parkbank besser hier oder dorthin kommt oder um einen netten Plausch. Das Gespräch ist überhaupt nicht möglich, und bestenfalls wäre es alibihaft, weil alles, worauf es dem Konservativen ankommt, völlig außerhalb des „intellektuellen“ Radius‘ der schrecklichen Kinder liegt. Man träumt nicht zufällig seit um 1920, als die Monarchie gerade gestürzt wurde und das Chaos ausbrach, von der konservativen Wende. Und heute nicht weil man Barbar ist, sondern weil „Diskursethik“ eine Nebelkerze ist. Und was für ein Vogel dieser Habermas ist, hat man doch wohl im Historikerstreit gesehen. War der Umgang mit Nolte denn Diskursethik oder nicht doch schon reine Niedertracht? Sloterdijk hat vollkommen Recht, wenn er die „Frankfurter Schule“ bestenfalls derbster Breitseiten für würdig erachtet. Dass das alles beseelte Wesen sind, stimmt natürlich, aber sie müssen von den Deutungspositionen weg, werden darüber aber selbst nicht diskussionswillig sein. Sie haben sie ja auch nicht durch Diskussion erobert, sondern eher dadurch, dass sie im Sommersemester 1969 den Professor mit Pisse bespritzt haben. „An sich“ liegst Du trotzdem richtig, fürs ethische Lehrbuch. Taktisch, in der Bundesrepublik der spät-68er, mit Blick auf die Wirkung, denkst Du zu idealtypisch und zu nachgiebig. Und wieso sollte sich ein Konservativer als Relativseher des menschlichen Verstandes eigentlich auf das Niveau von grenzenlosen Verstandesoptimisten begeben – etwas, das ihm denkbar fern liegt – wenn diejenigen, die vorgeben, welche zu sein, ja nicht einmal selbst welche sind?

Taten, Taten, Taten. Die polnische Regierung, die jeden Tag schaut, wo sie ein Stück des Unfugs rückbaut und das einfach macht, agiert methodisch genau richtig. Nur ist das „Leitbild des Stattdessen“ ein Nationalkatholizismus und dieser halt suboptimal. Den schrecklichen Kindern vorzuziehen ist aber selbst er.

Und natürlich mag ein schreckliches Kind in Richtung Einsicht kommen, aber ich bezweifle es sehr stark, dass „rationale Argumente“ dabei eine Rolle spielen. Eher sind es Dinge wie die Sehnsucht nach dem Echten, Unverfälschten, Authentischen.

Wer leugnet das Sein, würde es auch nur können?

Jeder Atheist. Ontologisch gesehen ist Gott das (erste) Sein.

Das wären Anfängerfehler der gröbsten Art. Das ist erstes Semester Philosophie.

Was nichts daran ändert, dass man beim sich Abarbeiten an Omis Angstgott selbstverliebt und ahnungslos das Kind mit dem Bade ausschüttet. Weltanschauliche Atheisten begehen Anfängerfehler der gröbsten Art.

Moral braucht streng genommen auch keine letzte Verwurzelung, es würde reichen zu sagen, dass diese Art und Weise der Mehrheit gerade gut, richtig und lebenswert erscheint.

Wenn sie spontan ist und gewissermaßen dem Tao entspringt: klar!

Das heißt aber nicht, dass das ‘sekundäre’ Theoretisieren über Moral um das göttliche Prinzip umhinkommt.

Und weil es sowas wie kulturelle Magneten gibt, fühlt man sich von bestimmten kollektiven Ideen der Welterklärung angezogen. Jeder gemäß seiner Möglichkeiten, die einen auf der Ebene der Vorurteile und Klischees, andere auf der Ebene der Argumente, sehr wenige vermutlich auf der Ebene der Erleuchtung.

Wobei Vorurteile und Klischees oft auch so etwas sind wie gesundes Volksempfinden und Instinkt. Wenn man bspw. auch ohne Kernberg das Verkehrte am Genderismus spürt, liegt man ja trotzdem richtig. Ich finde, Leute wie Du hätten oder haben (auch) die Aufgabe, diesen Tiefblick einfließen zu lassen, ihn den „Intuierern“, die mehr historische Wucht haben, als Begründung zukommen zu liefern, einmal um ihr Niveau zu heben, sie ein bisschen, und sei es nur gradweise in bessere Bahnen zu lenken und vor allem, um irgendeinen gravierenden Gegenmist, der dem reinen Ressentiment entwächst, unwahrscheinlicher zu machen. Es ist so gesehen schade, dass ein Jean Gebser seine Ideen über Kultur und Bewusstsein nicht einfach mal aus der Schweiz an die Reichskanzlei geschickt hat, auf der ein indisches Religionssymbol wehte, während man in ihr, bildungsfern und gegenideologisch durchgeknallt, etwas ganz anderes betrieb.

Ok, das Beispiel ist vielleicht übertrieben, aber den Punkt an sich halte ich für richtig. Denkschriften und so.

„Vermutlich. By the way: wann habe ich wohl Geburtstag?“

Weiß nicht, vermutlich aber auch in der Zwillingsecke, also soeben bis bald…?

Nein, Mitte März. Fische. Irgendwie ein Sternzeichen mit Imageproblem. Wobei es schon optisch doch so schön polar ist…

„Das Tao als Weltenquell und Weltprinzip ist doch keine Theorie und es ist auch nicht sinnvoll falsifizierbar (was Atheismus wäre). Über der Harmonie kreisen eher die Geier der Wissenschaftlichkeit.“

Mich stört an der Idee der Harmonie im Grunde nur, dass sie, wie die Idee der Evolution nahezu beliebig gefüllt werden kann, weil der Streit dann darüber losgeht, was die maximale (oder größere) harmonische Position ist, womit man dann ungefähr in der Problematik des Utilitarismus gelandet ist.

Man kann die Harmonie selbstsüchtig missbrauchen (weswegen der regierende Meistertaoist nicht einmal das Harmonieprinzip bekannt geben würde, einfach um den denkenden Egos keine egoistisch ausbeutbaren Stichworte zu geben) – und genauso kann man die Harmonie rechtschaffen missverstehen: Als etwas projekthaft zu Erreichendes und dann im Erfolgsfall zu Arretierendes. McKinsey leitet glaub ich das Projekt.

Das wäre natürlich Unsinn, in der strömenden Welt der Dinge, weil sich permanent irgend etwas verändert. Es gilt nicht zu erreichen und zu arretieren, es gilt zuzulassen und beizubehalten. Harmonie entsteht wie man einschläft. Das riesengroße Harmonieprojekt ist gerade keines. Harmonie ist implizit, nicht explizit und sie ist die Abwesenheit von Ausschlägen, zu denen auch Harmonieimplementierungsprojekte gehören, die die schrecklichen Kinder sofort daraus machen. Harmonie ist einfach. Man fühle sich einmal ein bisschen ein, was die beiden Harmoniefraktionen im „Parlament“ von Buthan wohl so den ganzen Tag machen. Streiten tun die nicht wie Trump und Clinton. Ganz im Gegenteil. Eher versuchen sie, die Pole eines Themas, Anliegens, einer Entwicklung im strömenden Ganzen (auch argumentativ) zu versinnbildlichen, darzustellen, die Yin und die Yangperspektive zu sein… und der Rest ergibt sich dann von ganz allein… Fügt sich… Fügung ist geglücktes Schicksal…

Nolte Typenliste-alles auf einen Blick | küchenEXPERTE Hannover
Nolte Typenliste-alles auf einen Blick | küchenEXPERTE Hannover

Insofern ist das, was Dich hier stört eher das, was typische Westler in ihren hoffnungslosen Reflexen daraus machen würden. Es ist aber nicht der Sinn eines Hammers, ihn sich auf den Kopf zu hauen und nicht der Sinn von Harmonie, sie zu implementieren.

Soweit. Leider ist mein Vorhaben, die beiden Stränge in eins zu bringen, gerade gescheitert, weil die Antwort ab dem “Qualia existieren” gerade verreckt ist und der Rest fertig formatiert hier drin steht, so dass ich es jetzt poste, aber vielleicht machst Du das ja dann. 🙂

Nolte Küchenschrank Tiefe – Nolte Küchenschrank Tiefe
| Erlaubt zu helfen mein blog, in diesem zeit ich werde erklären Informationen Schlüsselwort zur Verfügung stellen. Und heute, das ist das primary photograph:

Nolte Typenliste-alles auf einen Blick | küchenEXPERTE Hannover
Nolte Typenliste-alles auf einen Blick | küchenEXPERTE Hannover

Warum überlegen Sie nicht image zuvor erwähnt? ist eigentlich was unglaublich ??? wenn du fühlst so, dann bin ich l erkläre es mehreren impression alles wieder unter:

Also, wenn Sie möchten sichern all diese awesome images about (Nolte Küchenschrank Tiefe), drücken speichern button speichern diese bilder zu Ihrem Personal PC. Es sind für Transfer, wenn du liebst und möchtest nimm es, Klicken Sie einfach auf Speichern Logo in der Seite, und es wird direkt heruntergeladen auf Ihren Laptop-Computer. Zuletzt Wenn Sie möchten Erhalten einzigartig und die neuesten Foto im Zusammenhang mit (Nolte Küchenschrank Tiefe), folgen Sie uns bitte auf google plus oder bookmark this website, wir versuchen unser bestes zu geben regular update mit alles neu und frisch graphics. Wir hoffen, Sie lieben behalten hier. Für die meisten Updates und Neueste News über (Nolte Küchenschrank Tiefe) Fotos, Bitte folgen Sie uns auf tweets, path, Instagram und google plus, oder markieren Sie diese Seite auf bookmark area, wir versuchen etwas anzubieten du update mit frisch und neu Bildern zu versorgen , mag dein Erforschen und finde das Beste für dich.

Vielen Dank für Ihren Besuch unserer Website, Inhalt oben (Nolte Küchenschrank Tiefe) veröffentlicht. Heutzutage aufgeregt, anzukündigen dass wir sehr ein unglaublich interessanter inhalt, auf den|hingewiesen|werden soll, nämlich (Nolte Küchenschrank Tiefe) viele menschen suchen Informationen über (Nolte Küchenschrank Tiefe) und auf jeden Fall {eine von Sie sind einer von ihnen, nicht wahr?

Nolte Typenliste-alles auf einen Blick | küchenEXPERTE Hannover
Nolte Typenliste-alles auf einen Blick | küchenEXPERTE Hannover
Nolte Typenliste-alles auf einen Blick | küchenEXPERTE Hannover
Nolte Typenliste-alles auf einen Blick | küchenEXPERTE Hannover
Nolte Typenliste-alles auf einen Blick | küchenEXPERTE Hannover
Nolte Typenliste-alles auf einen Blick | küchenEXPERTE Hannover

9 photos of the "Nolte Küchenschrank Tiefe"

Nolte Typenliste Alles Auf Einen Blick | KüchenEXPERTE HannoverNolte Typenliste Alles Auf Einen Blick | KüchenEXPERTE HannoverNolte Typenliste Alles Auf Einen Blick | KüchenEXPERTE HannoverNolte Typenliste Alles Auf Einen Blick | KüchenEXPERTE HannoverNolte Typenliste Alles Auf Einen Blick | KüchenEXPERTE HannoverNolte Typenliste Alles Auf Einen Blick | KüchenEXPERTE HannoverNolte Typenliste Alles Auf Einen Blick | KüchenEXPERTE HannoverNolte Typenliste Alles Auf Einen Blick | KüchenEXPERTE HannoverNolte Typenliste Alles Auf Einen Blick | KüchenEXPERTE Hannover